2009-09-19 Herren 1

Herren 1 gegen Berlin Sluggers

Die Baseballer der Pulheim Gophers gewinnen das erste Relegationsspiel gegen die Berlin Sluggers 06:05 und machen einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt.

“Ich bin wieder da! Ich bin zurück aus der Zukunft!”; 2007 spielten die Boston Red Sox gegen die Colorado Rockies um die amerikanische Baseball Meisterschaft, die selbsternannte „World Series“. Eins der am heißesten diskutierten Themen bei dieser Begegnung: Die Red Sox hatten gerade ein langes Halbfinale gespielt und nur wenig Verschnaufpause, die Rockies hingegen mussten eine geschlagene Woche auf das Finale warten – eine Ewigkeit im amerikanischen Baseballgeschäft. “Irgendwie kommt mir das alles sehr bekannt vor!”;

Gegenwart – Mikrokosmos: Es geht um keine Meisterschaft aber um den verbleib in der besten Deutschen Liga: Der ersten Bundesliga. Auf der einen Seite: Die um den verbleib kämpfenden Gophers – deren harte Saison knapp einen Monat vor der Relegation geendet hatte. Auf der anderen Seite: Die Berlin Sluggers die erst eine Woche zuvor ihr Aufstiegschancenticket gezogen hatten. Erholung vs. Momentum, entspannter gegen angespannter Muskel – wer würde triumphieren?

Am vergangenen Sonntag gab es endlich die Antwort. Auf dem Mound für Pulheim stand der 16 jährige Sebastian Theobald, der in der Saison meist von der Bank kam aber ab dem ersten Schlagmann klar machte warum ihm Übergangscoach Christopher Gentles das Vertrauen geschenkt hatte. Über 7 herausragende Innings hielt er seine Mannschaft im Spiel und erlaubte nur 3 Runs. Dies war auch nötig denn die Pulheimer Schlagmaschinerie brauchte etwas um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen: In einer Mischung, die diesen sonst so großartigen Sport manchmal unglaublich frustrierend macht, aus Pech und Unglück fand jeder Ball der hart geschlagen wurde den passenden Handschuh der gut postierten Berliner. Dies plus kleinere Defensive Fehler führten zu einem Krimi den zum Ende stand es 4:5 aus der Sicht der Gastgeber. Nun war es an der Zeit für Gentles neben seinem spielerischem auch sein taktisches Können zu zeigen; und er hätte es nicht besser planen können: Sebastian Hammes – ein weiterer Ex-Bankspieler – eröffnete den Durchgang mit einem Hit und wurde für Speedster Andreij Heydt ausgewechselt, gefolgt von einer getroffenen Wade von Christian Weiland – Runner auf 1 und 2, kein Aus. Gentles gab Schlagmann Sven Kaufmann das Bunt Zeichen und der machte mehr als verlangt und ‚opferte’ sich nicht nur sondern erreichte das erste Kissen sicher – Bases geladen, kein Aus. Merlin Mendel – von Schlagposition 9 unter Gentles auf 1 gerückt – schlug zum Ausgleich. Der Rest war Chefsache: Christopher Gentles trat ans Schlagmal und fackelte nicht lange: Der erste Pitch wurde direkt ins Rightfield befördert – Weiland scored, Ballgame – Gophers gewinnen – die Ausgeruhten gewinnen. 2007 gewannen übrigens die Red Sox – das müde Team also. Daher ist dieser literarische Fluxkompensator wohl genau so unangebracht wie Filmzitate aus Jugend-Kultfilmen. Daher schließen wir mit: „“Diese Zeitreisen sind einfach zu gefährlich! Deswegen sollte ich lieber die anderen Rätsel und Geheimnisse des Universums erforschen. Die Frauen!”.

Am kommenden Samstag reisen die Gophers nach Berlin. Um den verbleib in der ersten Bundesliga fest zu machen muss dort ein weiterer Sieg eingefahren werden. Sollte Berlin das Spiel gewinnen wird es im Anschluss ein entscheidendes Spiel 3 geben.

(Chris W.)

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